Vogelstanggemeinde Mannheim

Evangelische
Vogelstang-Gemeinde
in Mannheim

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Gedenken an die Reichspogromnacht

Kirchenglocken in Mannheim läuten am 9. November in Erinnerung an die Reichspogromnacht von 1938

Am Freitag, 9. November, läuten um 17 Uhr in Mannheim viele Glocken der evangelischen und katholischen Kirchen. Sie erinnern an die Reichspogromnacht von 1938, die sich zum 80. Mal jährt. Damit setzen sie ein öffentliches Zeichen dafür, dass dieses Geschehen nicht vergessen wird.

Das Läuten der Glocken wird vielfach durch Gebet und Meditation in den Kirchen begleitet

Das Gedenk-Läuten ruft dazu auf, sich an die brutale Verfolgung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung zu erinnern, die mit der Reichspogromnacht am 9. November 1938 ihre erste flächendeckende Konkretion erfuhr. Von den nationalsozialistischen Machthabern veranlasst, wurden im ganzen Land mehr als 1.500 Synagogen niedergebrannt, Fensterscheiben zerschlagen, jüdische Geschäfte und Wohnungen zerstört. Es folgten Raub, Plünderung, Totschlag und Mord. Der Großteil der Bevölkerung schwieg damals, weitgehend auch die christlichen Kirchen.

Mit dem Läuten wollen die christlichen Kirchen das Gedenken an die Reichspogromnacht und ihre menschenverachtenden und grausamen Folgen hörbar machen. Damit stellen sie sich symbolisch an die Seite der jüdischen Gemeinde, die an diesem Abend, wie jeden Freitag, den Sabbat feiern.

Die erste zentral gesteuerte Terroraktionen gegen die jüdische Bevölkerung gab es mit der Machtübernahme Adolf Hitlers bereits Jahre vor der Reichspogromnacht: Am 1. April 1933 wurde der Boykott „Kauft nicht bei Juden“ organisiert. Bereits vorher, am 22. März 1933 und damit wenige Wochen nachdem Hitler zum Reichskanzler ernannt worden war, wurde in Dachau auf dem Gelände einer ehemaligen Munitionsfabrik ein Konzentrationslager für politische Gefangene errichtet. Dachau wurde zum Modell für alle späteren Konzentrationslager, in denen viele Millionen Menschen gequält und ermordet wurden. (dv/schu)

Bildunterschrift: Mahnmal in der Gedenkstätte des Konzentrationslagers Dachau. Foto: de Vos

 

100 % für die Jugend

Oliver Seel ist neuer Mannheimer Stadtjugendpfarrer. Einführung im September

 

Als erster Kirchenbezirk in Baden stellt Mannheim eine 100 %-Pfarrstelle für die Jugendarbeit zur Verfügung: Oliver Seel ist ab 1. September neuer Stadtjugendpfarrer und wird am 21. September um 18 Uhr in der evangelischen Jugendkirche von Dekan Hartmann und Landesjugendpfarrerin Ulrike Bruinings in seinen Dienst eingeführt.

 „Es ist wichtig, unsere Jugendarbeit zu stärken“, sagt Dekan Ralph Hartmann. „Viele Jugendliche erleben in ihrer Konfi-Zeit, dass Kirche nicht nur Institution ist, sondern ein Ort, der ihnen gut tun, der Gemeinschaft bietet. Das wollen wir über die Konfi-Zeit hinaus weitertragen“. Dazu sollen altersgemäße Angebote und Gottesdienste entwickelt und die Verbindung zu den Schulen gestärkt werden. „Die Jugendlichen wachsen in einer sehr komplexen Zeit auf. Wir können ihnen Halt und Orientierung vermitteln, wir können mit ihnen über Fragen und Themen sprechen, die sonst wenig Raum finden“, betont Hartmann. „Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind die Verantwortungsträger von morgen. Auch dafür wollen wir ihnen ein werteorientiertes Sinnangebot mit auf den Weg geben.“

 Für diese Aufgabe stattet die Bezirksgemeinde die Stelle des Stadtjugendpfarrers nun doppelt so gut aus: Sie umfasst künftig nicht mehr 50 %, sondern 100 %. Der vorherige Stadtjugendpfarrer Bernd Brucksch war mit 50 % in seiner Gemeinde aktiv.

 Sein Nachfolger Oliver Seel freut sich schon darauf, in diesem Bereich kreativ tätig zu werden: „Ich möchte Angebote entwickeln, in denen sich Jugendliche und junge Erwachsene wiederfinden und in denen sie sich einbringen können.“

 Der 32-Jährige hat nach seinem Zivildienst in den Kölner Kinderheimen Theologie in Tübingen, Rom und Heidelberg studiert. Das anschließende zweijährige Vikariat brachte ihn nach Weinheim. Danach arbeitete er als Pfarrer im Probedienst in Heidelberg. In der dortigen Altstadtgemeinde war einer seiner Schwerpunkte die ökumenische Jugendarbeit. Seit April 2017 wurde er innerhalb des Probedienstes in Brühl eingesetzt. Von dort wechselt er zum 1. September nach Mannheim an die Jugendkirche auf dem Waldhof, um von dort aus für die gesamte Bezirksgemeinde zu wirken.

 „Gerade für Jugendliche hat Kirche viel zu bieten. In ihrer Lebensphase gibt es so viele Fragen und Erfahrungen, bei denen wir sie gut begleiten können“, ist Oliver Seel überzeugt. „Wir bieten ihnen einen Ort an, an denen Gott und die Welt Thema sind. Wir haben innerhalb der fordernden Leistungsgesellschaft Räume der Geborgenheit für sie, in denen sie auf andere Weise im Mittelpunkt stehen“.

 

Forum

Erklärung des Forums der Religionen


Wir sind Christen, Juden und Muslime. Wir gehören zu Deutschland !


Derzeit wird mancherorts über die Frage diskutiert, ob der Islam zu Deutschland gehöre.
Als Forum der Religionen in Mannheim pflegen wir seit vielen Jahren den Dialog und das freundschaftliche Miteinander von Mannheimer Bürgerinnen und Bürgern jüdischen, christlichen und muslimischen Glaubens. Die Aufnahme der alevitischen Gemeinde steht unmittelbar bevor.

Gemeinsam bekennen wir uns zur Religionsfreiheit. Es darf in religiösen Fragen weder Zwang noch Gewalt geben. Niemand darf in eine religiöse Gemeinschaft gezwungen werden. Niemand darf der Rückzug oder Austritt aus einer religiösen Gemeinschaft verwehrt werden. Das bedeutet aber auch: Alle, die sich zur Religionsfreiheit bekennen, sind eingeladen, ihre Religion auszuüben. Dem widerspricht die pauschale Ausgrenzung des Islam, wie sie derzeit auch von Vertretern der Regierung geäußert wird.

Deutschland ist wohl in der Vergangenheit durch jüdisch-christliche Traditionen und Werte geprägt. Dies kann nicht bedeuten, dass Muslime ausgeschlossen werden. Alle friedfertigen Religionsgemeinschaften, die Gewalt ablehnen und das Grundgesetz anerkennen, sind Teil unserer Gesellschaft und Teil unseres Gemeinwesens.
Dass dies in einem guten Miteinander und zum Wohle unserer Stadt und unseres Landes geschieht – daran arbeiten wir gemeinsam.

Info: Im "Forum der Religionen Mannheim" arbeiten seit vielen Jahren Verantwortliche der christlichen Kirchen, der Moscheegemeinden und der jüdischen Gemeinde für ein freundschaftliches Miteinander der Religionen in Mannheim zusammen. Den Mitgliedern ist Abraham als Stammvater gemeinsam. Was sie in ihrem Handeln verbindet, ist der Glaube an den einen Gott und den ständigen Auftrag, Frieden und Versöhnung zu stiften.
Derzeit sind im Forum der Religionen vertreten: die Jüdische Gemeinde, die Evangelische und die Katholische Kirche, die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK), die Griechisch-Orthodoxe Gemeinde, die DITIB-Gemeinden-Yavuz-Sultan-Selim Moschee, die Fatih-Moschee, die Bosnisch-Islamische Gemeinde, die Gemeinschaft Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Rhein-Neckar, die Christlich-Islamische Gesellschaft, das Mannheimer Institut für Integration und interreligiösen Dialog und das Ökumenische Bildungszentrum sanctclara Mannheim.
Sprecher des Forums der Religionen: Ralph Hartmann (Evangelische Kirche), Karl Jung (Katholische Kirche), Talat Kamran (Muslime), Majid Khoshlessan (Jüdische Gemeinde).

 

Erstes Drop In(klusive) in Baden-Württemberg
Pionier-Projekt der Karl Kübel Stiftung startet in Mannheim in einer evangelischen Kita

DropIn
Bildunterschrift: Freuen sich darüber, dass in Mannheim das erste Drop In(klusive) Baden-Württembergs am Start ist: (v.l.n.r.) Sitzend: Ralph Hartmann (Dekan) und Daniela Kobelt Neuhaus (Karl Kübel Stiftung); dahinter Andreas Elfner (Kita-Leitung), Jennifer Yeboah (Quartiermanagerin), Dr. Jürgen Wüst (Karl Kübel Stiftung) und Sabine Zehenter (Abteilungsleitung Kitas).


In Hessen finden sie bei Kommunen und Familien mit Kleinstkindern seit 2009 beste Resonanz. Nun gibt es in Baden-Württemberg das erste Drop In(klusive): In der evangelischen Kita „Am Brunnengarten“ im Stadtteil Wohlgelegen. Am Freitag, 20. Oktober, haben dort die Karl Kübel Stiftung aus Bensheim und die Evangelische Kirche Mannheim einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Für Dekan Ralph Hartmann ist diese Zusammen­arbeit ein „Glücksfall und Meilenstein“ zugleich.

„Wir freuen uns sehr, dass das Drop In(klusive) nun auch in Baden-Württemberg ankommt “, sagt Daniela Kobelt Neuhaus vom Vorstand der Karl Kübel Stiftung (KKS) für Kind und Familie. Die KKS ist Initiatorin der Drop In. Das große Interesse an diesem Angebot zeige, „dass Familien überall Orte brauchen, die ihnen eine Brücke in ihren neuen Lebensraum bauen. Dabei ist es ganz egal, warum eine Familie neu angekommen ist. Mobilität, Migration und Flucht sind nur ein paar der möglichen Ursachen.“

Für die Evangelische Kirche Mannheim verbinden sich mit dem Drop In gleich mehrere Aspekte, wie Dekan Ralph Hartmann betont: „Auch mit Blick auf den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft bieten wir aus tiefer Überzeugung Begegnungsflächen an, in der Gemein­schaft entstehen kann“, so der Dekan. „Zudem überzeugt uns, dass beim Drop In der Aspekt der Inklusion gesamtgesellschaftlich gedacht ist und gelebt wird.“

Kostenfreier Begegnungsort

Drop In(klusive) ist ein offener Treff für Eltern mit Kindern bis drei Jahren. Das Angebot ist kostenfrei und richtet sich milieu-übergreifend an Eltern, damit sie leichter Kontakt zu anderen Familien aus dem eigenen Lebensumfeld finden. „Für Familien ist nach der Geburt eines Kindes das Ankommen in einem neuen Lebensraum nicht immer leicht“, weiß Andreas Elfner, Leiter der Kita „Am Brunnengarten“, die nun montags von 14.30 bis 16.30 Uhr zum Drop In einlädt. „Damit Familien schnell Kontakte knüpfen und Netzwerke aufbauen können, braucht es solche Begegnungsorte.“ Begleitet werden die Treffs von erfahrenen Sozial­pädagoginnen und Sozialpädagogen bzw. Familienbegleitern. Für die Eltern gibt es ein gemeinsames Frühstück mit lockerem Austausch und ein vielfältiges Angebot: Anregungen für kindliches Spiel, Bildungsprozesse von Kindern, Bewegungs- und Sprachförderung sowie die Vermittlung in besonderen familiären oder erzieherischen Anliegen.


Wertschätzung und Auszeichnung

„Die Zusammenarbeit mit der Karl Kübel Stiftung bereichert uns sehr“, sagt Sabine Zehenter, Abteilungsleiterin für Kindertagesstätten der Evangelischen Kirche Mannheim. „Diese Premiere für Baden-Württemberg mitgestalten zu können, ist für uns eine Auszeichnung und ein Zeichen großer Wertschätzung unserer Arbeit mit Kindern und deren Familien.“

„Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche in Mannheim und hoffen, dass dieses Angebot auf weiteres Interesse an anderen Standorten stößt. Denn überall brauchen Familien solche Willkommensorte“, betont Dr. Jürgen Wüst, Abteilungsleiter für die Inlandsarbeit der Karl Kübel Stiftung.

Hintergrundinfo: Die Drop In(klusive) wurden 2009 zum 100. Geburtstag des Stifters Karl Kübel von der Bensheimer Karl Kübel Stiftung initiiert. Seitdem wurden neun Einrichtungen in Bensheim, Darmstadt, Lampertheim und Worms eröffnet. Das Mannheimer Drop In(klusive) in der Kita „Am Brunnengarten“ ist ein Kooperationsprojekt der Evangelischen Kirche in Mannheim und der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie. Die Kooperation wird im Rahmen des Spendenprojektes „Gemeinsam Neues Schaffen“ von der BASF mit 10.000 € gefördert. In Hessen wird das Projekt vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) unterstützt und soll flächendeckend an 99 Standorte umgesetzt werden. Das Mannheimer Drop In(klusive) ist das erste im Ländle und damit ein Pionier im besten Sinne. Infos zu Drop(Inklusive): www.kkstiftung.de (dv)





kreuz

Erklärung Katholische und Evangelische Kirche Mannheim


Anschlag in der Normandie: Zusammenhalt stärken


Angesichts der Geiselnahme in der katholischen Kirche in Saint-Etienne-du-Rouvray in
Frankreich, bei der Terroristen des IS den Priester des kleinen Ortes in der Normandie
während der Eucharistiefeier brutal ermordet und eine weitere Geisel verletzt haben, sind
der evangelische Dekan Ralph Hartmann und der katholische Dekan Karl Jung tief
erschüttert: „Kirchen sind Orte der Liebe und des Friedens“, sagt Jung, „und hierhin wurde
durch diese grauenvolle und menschenverachtende Tat Hass und Gewalt getragen. Damit
hat der Terror eine neue Dimension erreicht.“ Ehrendomkapitular Jung wird am morgigen
Donnerstag, 28. Juli, um 18 Uhr in der Heiligen Messe in der Mannheimer Jesuitenkirche
(A4,3) besonders für den getöteten Pfarrer Jacques Hamel beten.
Auch der evangelische Dekan Ralph Hartmann ist in Gebet und Gedanken bei den Opfern
und den Angehörigen der Attacke. Die grauenhafte Tat, so Hartmann, habe ganz bewusst
Menschen wegen ihres Glaubens getroffen. „Der Priester wurde ermordet, weil er Christ
war. Was für uns neu ist, ist in vielen andern Ländern schon Realität“, gibt er zu bedenken.
Es sei ein „Schock für uns, dass diese Brutalität, die wir aus Libyen und dem Irak, aus
Eritrea, Nigeria und Somalia kennen, nun auch uns erreicht.“
Es gälte, so die beiden Dekane, den Glauben an Gott und das Gute nicht aufzugeben. Es
sei wichtig, zusammenzustehen und es sei elementar, das auch durch das „Forum der
Religionen Mannheim“ getragene friedliche Miteinander der Gläubigen unterschiedlichen
Glaubens zu stärken. (dv/schu). 

 

 

 

Sich nicht vom Bösen überwinden lassen

 

Die Attentate der letzten Tage hinterlassen ihre Spuren. Dekan Ralph Hartmann ist bestürzt über die Gewalt und ruft dazu auf, sich „nicht vom Bösen überwinden“ zu lassen.

Dekan Ralph Hartmann äußert sich angesichts der jüngsten Gewaltakte:

(25.07.2016) „Wir sind fassungslos angesichts der jüngsten Ereignisse, die Angst und Schrecken verbreiten.
In Gedanken und im Gebet sind wir bei den Angehörigen, in deren Mitte nun jemand fehlt. Wir beten für die an Leib und Seele Verletzten, dass sie wieder gesund werden.
Unter uns breitet sich Angst und Schrecken aus. Die Grausamkeit und die Beliebigkeit der Gewaltakte zerstören auch unser Vertrauen in das Miteinander in unserem Land. Wir wissen, dass die Terrorgruppen rund um den so genannten Islamischen Staat genau das bezwecken.
„Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit dem Guten“. Dieser Satz aus der Bibel (Römerbrief) muss Richtschnur unseres Handelns sein.
Es ist unsere Aufgabe, Gewalt, Hass und Angst mit Besonnenheit und Zuversicht zu begegnen. Die vielen Beispiele der Hilfsbereitschaft und Solidarität in der Bevölkerung stimmen uns dankbar und machen uns Mut, diese Werte in unserem Umfeld zu schützen und befördern.
Unser Glaube lässt uns in die Kraft der Liebe vertrauen. Unser Glaube führt Menschen zusammen. Die Kraft einer Gemeinschaft, die auf ein Miteinander vertraut, ist groß. Diese Kraft werden wir nutzen.“

 

 forum

 

Erklärung des Forums der Religionen.

Politische Konflikte in der Türkei:

Forum der Religionen Mannheim ruft zu Besonnenheit und einem friedlichen Miteinander auf

Als Mitglieder des Forums der Religionen sind wir sehr betroffen über die Vorgänge in der Türkei. Wir verurteilen den Putschversuch von Teilen der türkischen Armee. Wir wenden uns gegen jegliche Formen der Gewalt und Willkür in politischen Auseinandersetzungen.
Juden, Christen und Muslime verbindet der Glaube daran, dass das Leben von Gott geschaffen und gegeben ist. Das verpflichtet uns, das Leben unbedingt zu achten und zu schützen. Dies geschieht am besten in einer Staatsordnung, die sich demokratischen Prinzipien und Rechtsstaatlichkeit verpflichtet.
Wir beten für die Menschen in der Türkei. Wir beten, dass die politischen Konflikte und Gegensätze nicht zu Gewalt und zur Spaltung der Gesellschaft führen. Wir beten dafür, dass die Menschen zusammen finden und ihre Gegensätze friedlich überwinden.
Die Konflikte in der Türkei finden auch Resonanz in unserer Stadt. Insbesondere die türkischstämmigen Mitbürger leiden unter der Situation in der Türkei.
Wir setzen uns dafür ein, dass die politischen Konflikte in der Türkei unser Zusammenleben in Mannheim nicht beeinträchtigen. Es ist unsere Aufgabe, in unseren Moscheen, Kirchen und Synagogen Frieden zu stiften, die Menschen zusammen zu führen und zu versöhnen. Dafür setzen wir uns ein.

Info: Im "Forum der Religionen Mannheim" arbeiten seit vielen Jahren Verantwortliche der christlichen Kirchen, der Moscheegemeinden und der jüdischen Gemeinde für ein freundschaftliches Miteinander der Religionen in Mannheim zusammen. Den Mitgliedern ist Abraham als Stammvater gemeinsam. Was sie in ihrem Handeln verbindet, ist der Glaube an den einen Gott und den ständigen Auftrag, Frieden und Versöhnung zu stiften.

Sprecher des Forums der Religionen: Ralph Hartmann (Evangelische Kirche), Karl Jung (Katholische Kirche), Talat Kamran (Muslime), Majid Khoshlessan (Jüdische Gemeinde).