Aktuell Fluechtlingspatenschaft

 LogoWohnungen für Projekt „Flüchtlingspaten“ gesucht

Derzeit sind in Mannheim über 10.000 Geflüchtete in Flüchtlingsunterkünften untergebracht. Als „Flüchtlingspaten“ sind katholische Pfarreien und evangelische Gemeinden seit September 2015 gemeinsam aktiv:  Über das ökumenisch getragene Projekt wurden bereits einige Familien, aber auch alleinstehende kommunale Flüchtlinge in den Mannheimer Stadtteilen aufgenommen.

Ein Beispiel ist Ghufran: Nach seiner Flucht vor dem Terror in Syrien erhielt er Asyl und konnte seine Frau auf sicherem Weg nachholen. Sein Zimmer im Wohnheim wurde zu klein und er wandte sich an die „Flüchtlingspaten“-Koordinationsstelle. Das Paar steht nun kurz vor der Unterzeichnung eines Mietvertrages in einer Gemeinde, wo sie auch Begleitung und Hilfe im Alltag erhalten werden.

Unterstützen auch Sie Flüchtlinge bei der Integration, indem Sie über die evangelische oder die katholische Kirche Mannheim eine Wohnung zur Verfügung stellen. Die Miete wird von der Stadt übernommen. Die Begleitung der Flüchtlinge übernehmen die kirchlichen Paten vor Ort. Über Details informiere ich Sie gerne bei einem persönlichen Gespräch oder per E-Mail unter: tatjana.briamonte-geiser@ekma.de.

 

Tatjana Briamonte-Geiser

Projektkoordinatorin „Flüchtlingspaten“

Haus der Evangelischen Kirche Mannheim

M1, 1a

68161 Mannheim

Tel.      0621/28 000-108

Mobil  0172/27 811-08

 

 

 

 

 

 

 

Koordinatorin Projekt „Flüchtlingspaten“

 

Zur Koordination des Projekts Flüchtlingspaten und des Ökumenischen Kirchentags in Mannheim 2017 wurde eine Koordinationsstelle (50 %, befristet auf 2 Jahre) eingerichtet, die von der evangelischen und der katholischen Kirche gemeinsam finanziert wird: Zum 1.10.2015 hat Tatjana Briamonte-Geiser ihre Arbeit begonnen. Sie war von 2007-2015 als Älteste in der ChristusFriedenGemeinde aktiv, war als Dozentin für Interkulturelles Training tätig und dabei auch für den Caritasverband im Einsatz.

 

 

 

BG

Eine ihrer ersten Aufgaben ist,

für die Gemeinden und Pfarreien einen „Wegweiser“ für die Ersten Schritte in Richtung Flüchtlingspatenschaft zu erstellen. Denn dazu gibt es sicherlich viele Fragen. Die Gemeinden werden gebeten, sich mit Frau Briamonte-Geiser in Verbindung zu setzen – und sie darüber zu informieren, wenn Info-Abende in den Gemeinden geplant werden. Denn an diesen möchte sie nach Möglichkeit teilnehmen. Es ist sinnvoll, diese Info-Termine gemeinsam mit den Nachbargemeinden anzubieten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kontakt:
Tatjana Briamonte-Geiser

Koordinatorin Projekt Flüchtlingspaten
M1, Haus der Evangelischen Kirche
Dekanat Zimmer 309
Tel. 0621 / 28000-108
Mobil: 0172 / 2781108
E-Mail: tatjana.briamonte-geiser@ekma.de

 


JGH

Bildunterschrift: Dekan Karl Jung, Koordinatorin Tatjana Briamonte-Geiser, Dekan Ralph Hartmann.

 

Projekt Flüchtlingspate

Liebe Gemeindeglieder,

Die Ankunft vieler tausend Flüchtlinge fordert uns als Gesellschaft heraus. Unser Platz als Kirche ist an der Seite der Flüchtlinge. Wir stehen für eine menschenwürdige Behandlung und die Aufnahme all der Menschen, die aus großer Not bei uns Zuflucht suchen. Unsere Diakonie engagiert sich nach Kräften in der sozialen Betreuung und in der Koordination der vielfältigen ehrenamtlichen Angebote und Sachleistungen im Zusammenhang der zentralen Erstunterbringung. Unser Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und allen, die sich ehrenamtlich und mit Sach- und Geldspenden engagieren.

Allerdings bin ich überzeugt: Wir können mehr tun. Über die aktuellen Fragen der Aufnahmekapazitäten in zentralen Aufnahmeeinrichtungen hinaus brauchen die Flüchtlinge, die dauerhaft bei uns bleiben werden, langfristige Perspektiven für ihr Leben und das Leben ihrer Kinder. Für viele wird unser Land und unsere Stadt eine neue Heimat sein.

Heimat und Integration für 50 Familien – ein ökumenisches Projekt

Stellen Sie sich vor, alle evangelischen und katholischen Gemeinden in Mannheim übernehmen je eine „Patenschaft“ für eine Flüchtlingsfamilie: Sie übernehmen Hilfe bei der Wohnungssuche, bei deren Einrichtung und Ausstattung, beim Kindergarten, Schul- und Ämtergang, bei Hausaufgaben und Arbeitsplatzsuche, beim Zurechtfinden im Alltag. Insgesamt stellen beide Kirchen zum Start 150.000 Euro zur Verfügung – und bitten um Spenden für dieses Projekt.

Eine Patenschaft vor Ort, das bedeutet nachhaltige Hilfe zur Integration. Das bedeutet persönliche Begegnungen, den Abbau von Vorbehalten und Missverständnissen. Wir haben als Volkskirche vielfältige Möglichkeiten zu helfen. Wir haben vor Ort Mitarbeiter/innen, Netzwerke und Kontakte. Wir sind in den Schulen präsent, wir haben unsere Diakonie. Wir sind als Bezirksgemeinde einer der großen Arbeit- und Ausbildungsgeber der Stadt. Wir können in die Mitte unserer Gesellschaft wirken und sind auch mit Menschen verbunden, die der Aufnahme von Flüchtlingen mit Bedenken gegenüber stehen.

Ich möchte Sie bitten, Ihre Initiative vor Ort nach Kräften zu unterstützen. Mit Ihrem Engagement, Ihren Geld- oder Sachspenden werden wir unserem kirchlichen Auftrag für unsere Stadt gerecht: Den Fremden aufzunehmen und zu kleiden (Matthäus 25, 35).

Ich hoffe auf Ihre Zustimmung und Unterstützung.

Herzliche Grüße,

Ihr Dekan Ralph Hartmann

 

Spendenkonto: Evangelische Kirche in Mannheim (Bezirksgemeinde), Sparkasse Rhein Neckar Nord, IBAN: DE44 6705 0505 0039 0030 07, BIC: MANSDE66XXX, Stichwort: Flüchtlingspate.

 

 

hartmann

 

23.09.2015

 

Projekt „Flüchtlingspaten“ ist Gebot der Stunde

Evangelische und Katholische Kirche: 50 Gemeinden nehmen
50 Flüchtlingsfamilien auf und begleiten sie in ihrer neuen Heimat


Mit einem gemeinsamen Projekt wollen die beiden großen christlichen Kirchen die Integration von
Flüchtlingsfamilien stärken. Geplant ist, dass rund 50 evangelische und katholische Gemeinden
50 Flüchtlingsfamilien, die dauerhaft in Mannheim bleiben können, aufnehmen und aktiv begleiten.
Für dieses Patenschaftsprojekt stellen die beiden Kirchen insgesamt 150.000 Euro zur Verfügung.
Es sei ein „Gebot der Stunde” und der aktiven Nächstenliebe, betonten der evangelische Dekan
Ralph Hartmann und sein katholischer Kollege Stadtdekan Karl Jung beim Pressegespräch. Als
Kirche in der Welt laute der Auftrag, zu helfen, wo Not ist. Beide Kirchen und ihre Sozialverbände
engagieren sich bereits umfassend und lange in der Flüchtlingsarbeit. Angesichts der aktuellen
großen gesellschaftlichen Herausforderung wollen die Kirchen nun einen Schritt weitergehen:
„Für ein friedliches Miteinander und nachhaltige Integration.“
Beide großen christlichen Kirchen sind sich ihrer vielfältigen Potenziale bewusst. Sie wollen ihre
Präsenz in allen Stadtteilen mit den vielen hauptberuflich und ehrenamtlich Aktiven, ihre
Räumlichkeiten und etablierten Netzwerken nutzen. „Die Gemeinden vor Ort können dadurch rund
um die Kirchtürme noch stärker friedensstiftend aktiv werden“, so Dekan Hartmann. Auch
Stadtdekan Jung betonte angesichts der vorhandenen Hilfsbereitschaft in den Kirchengemeinden:
„Wir wollen als Kirchen durch die Bereitstellung der 150.000 Euro eine greifbare Antwort geben,
durch die Mitmenschlichkeit und Barmherzigkeit erfahrbar werden.“ Das Projekt sei damit konkrete
Hilfe und diene dem sozialen Frieden. Denn Bedenken und Ängste in der Bürgerschaft könnten
am besten durch Begegnungen mit den Flüchtlingen überwunden werden, sind sich die beiden
Dekan einig.
Das Projekt auf den Weg bringen
Bereits jetzt können sich in den Gemeinden Initiativen bilden, die die Flüchtlingspatenschaft
übernehmen werden. Diese umfasst die Begleitung im Alltag. Das reicht von der Bereitstellung
oder Vermittlung von Wohnraum und dessen Ausstattung bis hin zu Kleidung, Sprachkursen, der
Fragen von Kita- und Schulbesuch, der Begleitung zu Behörden. Auch werden sich die beiden
Kirchen als einer der größten Arbeitgeber vor Ort bei der Suche nach Arbeits- und
Ausbildungsplätzen einbringen. Wesentlich wird auch sein, die Familien mit dem hiesigen
Alltagsleben und seinen Gepflogenheiten vertraut zu machen. Ab Oktober gibt es zudem eine von
beiden Kirchen getragene Koordinationsstelle für das Projekt.
Die finanziellen Mittel für die „Flüchtlingspaten“ stammen aus dem Etat, den beide Kirchen für den
Ökumenischen Kirchentag in Mannheim eingeplant haben. Dieser Kirchentag wird 2017 anlässlich
des Reformationsjubiläums gefeiert. Allerdings nun in etwas anderer, kleiner Form. Denn drei
Viertel des Kirchentagsetats setzen die Kirchen nun für das Projekt Flüchtlingspaten ein. (dv/schu)

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